Nachsucheführer in Deutschland finden
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Aufgaben und Rolle des Nachsucheführers
Ein Nachsucheführer ist ein speziell ausgebildeter Jäger, der mit einem geprüften Schweißhund krankes oder verendetes Wild aufspürt. Nach jedem Schuss auf Wild, das nicht im Feuer liegt, besteht die gesetzliche Pflicht zur Nachsuche. Genau hier kommt der Nachsucheführer ins Spiel: Er liest den Anschuss, beurteilt Pirschzeichen wie Schweiß, Schnitthaare oder Knochensplitter und arbeitet mit seinem Hund die Wundfährte aus.
Die Begriffe Nachsucheführer und Schweißhundeführer werden im Alltag oft synonym verwendet. Streng genommen bezeichnet Schweißhundeführer den Hundeführer eines reinrassigen Schweißhundes – etwa Hannoverscher Schweißhund oder Bayerischer Gebirgsschweißhund. Nachsucheführer ist der übergeordnete Begriff und schließt auch Führer anderer brauchbarer Hunderassen ein, die eine Schweißprüfung bestanden haben.
Viele Nachsucheführer sind ehrenamtlich über Nachsuchestationen oder Hegegemeinschaften organisiert. Sie stehen oft rund um die Uhr bereit – auch bei Wildunfällen im Straßenverkehr.
Wann brauche ich einen Nachsucheführer?
Nach dem Schuss
Die häufigste Situation: Du hast geschossen, das Wild zeichnet, flüchtet aber und liegt nicht in Sichtweite. Am Anschuss findest du Schweiß, aber kein Stück. Jetzt ist ein Nachsucheführer gefragt. Gleiches gilt bei unsicheren Schüssen, bei denen du nicht eindeutig feststellen kannst, ob du getroffen hast – auch dann muss der Anschuss kontrolliert werden.
Wildunfälle
Zweiter großer Einsatzbereich sind Wildunfälle. Nach einer Kollision mit Schalenwild auf der Straße ist die Polizei oder der zuständige Jagdpächter zu informieren. Flüchtet das Tier verletzt, wird ein Nachsuchegespann angefordert.
Gesetzliche Nachsuchepflicht
Die Landesjagdgesetze schreiben die Nachsuchepflicht einheitlich vor: Krankgeschossenes Wild muss unverzüglich gesucht werden. Die Wartezeit vor Beginn der Nachsuche hängt vom vermuteten Treffersitz ab. Bei einem Laufschuss kann sofort nachgesucht werden, bei einem Weidwundschuss sollten mindestens drei bis vier Stunden vergehen, damit das Wild sich niedertut und nicht noch weiter flüchtig wird.
Worauf achte ich bei der Wahl eines Nachsucheführers?
Hund und Ausbildung
Das Fundament jeder erfolgreichen Nachsuche ist der Hund. Spezialisierte Schweißhunderassen wie der Hannoversche Schweißhund und der Bayerische Gebirgsschweißhund werden gezielt für die Fährtenarbeit auf krankes Wild gezüchtet. Aber auch Gebrauchshunderassen – Deutsch Drahthaar, Deutsch Kurzhaar, Kleine Münsterländer oder Alpenländische Dachsbracke – können hervorragende Nachsuchehunde sein, wenn sie entsprechend ausgebildet und geprüft wurden.
Prüfungen und Nachweise
Achte darauf, dass der Hund eine anerkannte Schweißprüfung bestanden hat. Die Verbandsschweißprüfung (VSwP) ist der Goldstandard. Auch die Verbandsfährtenprüfung (VFSchw) oder eine bestandene VGP mit Schweißarbeit belegen die Leistungsfähigkeit. Seriöse Nachsucheführer nennen dir auf Nachfrage Prüfungsergebnisse und Formwert ihres Hundes.
Erreichbarkeit und Einsatzgebiet
Eine Nachsuche duldet keinen Aufschub. Wähle einen Nachsucheführer, der in vertretbarer Anfahrtszeit bei dir sein kann – idealerweise innerhalb einer Stunde. Viele Nachsucheführer geben ihren Einsatzradius in Kilometern an. Kläre vorab, ob der Führer auch abends und an Wochenenden erreichbar ist, denn Nachsuchen fallen selten in die Kernarbeitszeit.
Erfahrung und Spezialisierung
Manche Nachsuchegespanne haben besondere Erfahrung mit bestimmten Wildarten. Im Mittelgebirge und Alpenraum ist die Nachsuche auf Gamswild eine eigene Disziplin, die Geländesicherheit von Hund und Führer erfordert. In schwarzwildstarken Revieren zählt die Routine im Umgang mit wehrhaftem Wild. Frag ruhig nach, wie viele Nachsuchen das Gespann jährlich arbeitet – Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen.
Nachsucheführer nach Bundesland
Deutschland hat ein dichtes Netz an Nachsucheführern und Nachsuchestationen. Die Organisation unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland – mal über die Jägerschaften, mal über eigenständige Schweißhundestationen. Hier findest du Nachsucheführer in deinem Bundesland:
Starke Tradition im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb, viele Gebirgsschweißhunde im Einsatz.
Mit dem größten Schalenwildvorkommen Deutschlands und alpinem Gelände besonders hoher Bedarf.
Wildunfälle im Stadtgebiet machen Nachsucheführer auch hier notwendig.
Wildreiches Flächenland mit starkem Rot- und Schwarzwildbestand.
Kleines Stadtrevier, Nachsuchen häufig bei Wildunfällen.
Urbane Jagd im Stadtgebiet mit angrenzenden Revieren.
Mittelgebirgslandschaft mit abwechslungsreichen Revieren und gut organisiertem Nachsuchewesen.
Weitläufige Reviere mit hohem Wildbestand, Nachsuchestrecken können lang werden.
Flächenmäßig zweitgrößtes Bundesland mit intensiver Jagd in Feld und Wald.
Hohe Jägerdichte und viele Drückjagden erzeugen regelmäßigen Nachsuchebedarf.
Waldreiche Mittelgebirgsregion mit Hunsrück, Eifel und Pfälzerwald.
Kleines, aber jagdlich aktives Bundesland mit kurzen Wegen.
Von der Tieflandebene bis zum Erzgebirge vielfältige Nachsuchesituationen.
Starke Rotwild- und Schwarzwildvorkommen im Harz und in der Altmark.
Flachland mit intensiver Rehwild- und Schwarzwildbejagung.
Thüringer Wald und Schiefergebirge bieten anspruchsvolle Nachsuchebedingungen.
Häufige Fragen zur Nachsuche
Verwandte Verzeichnisse
Organisierte Hundemeuten für Drückjagden und Bewegungsjagden. Wo Stöberhunde arbeiten, fallen regelmäßig Nachsuchen an.
Zuchtvereine und Prüfungstermine für Jagdhunderassen. Wer selbst einen Nachsuchehund ausbilden möchte, beginnt hier.
Landesjagdverbände und Kreisjägervereinigungen organisieren in vielen Regionen die Nachsuchestationen und vermitteln Nachsucheführer.