Drohnenservice & Kitzrettung in Deutschland finden
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Kitzrettung mit Wärmebilddrohne – so funktioniert es
Bei der Kitzrettung mit Drohne überfliegt eine Wärmebilddrohne Grünlandflächen und Wiesen kurz vor der Mahd. Die Wärmebildkamera erkennt die Körperwärme der Rehkitze, die sich in den ersten Lebenswochen bei Gefahr flach ins Gras drücken statt zu flüchten. Am Bildschirm markiert der Drohnenpilot die Position, Helfer am Boden sichern das Kitz mit Handschuhen in eine Kiste und setzen es nach der Mahd wieder aus.
Ohne diese Suche sterben jedes Jahr zehntausende Kitze durch Mähwerke. Der Landwirt riskiert dabei nicht nur einen Verstoß gegen § 17 Tierschutzgesetz – kontaminiertes Futter kann auch für Nutztiere gefährlich werden (Botulismus-Gefahr im Silo). Die Verantwortung liegt sowohl beim Landwirt als auch beim Jagdpächter, der das Rehwild in seinem Revier hegt.
Neben der Kitzrettung setzen Jäger Drohnen zunehmend für weitere Zwecke ein: Schwarzwildsuche im Mais vor der Ernte, Wildschadenerfassung durch Luftbilder oder Revierübersicht zur Bestandseinschätzung.
Wann brauche ich einen Drohnenservice?
Kitzrettung zur Mahd
Die Hauptsaison für die Kitzrettung fällt in die Mähtermine von Mai bis Juli – genau die Zeit, in der Rehkitze im hohen Gras abgelegt werden. Der Einsatz muss am frühen Morgen stattfinden, idealerweise zwischen Sonnenaufgang und etwa 9 Uhr. Zu dieser Zeit liegen die Kitze noch ruhig in der Sasse, und der Temperaturunterschied zwischen Tierkörper und Umgebung ist groß genug für eine zuverlässige Wärmebilderkennung.
Koordination mit dem Landwirt
Der Drohnenservice funktioniert nur, wenn der Mähtermin rechtzeitig bekannt ist. Idealerweise meldet der Landwirt den geplanten Mähtermin mindestens 24 Stunden im Voraus beim Jagdpächter oder direkt beim Drohnenservice. Manche Jägerschaften organisieren zentrale Meldesysteme, über die Landwirte Mähtermine eintragen und Drohnenpiloten sich für Einsätze anmelden können.
Weitere jagdliche Einsätze
Außerhalb der Kitzrettungssaison bieten viele Drohnenservices zusätzliche Leistungen an: Schwarzwild im Mais orten vor der Drückjagd, Wildschäden in Feldkulturen dokumentieren und vermessen, oder Reviere aus der Luft kartieren, um Wildwechsel und Einstandsgebiete besser zu erkennen.
Worauf achte ich bei der Wahl eines Drohnenservice?
Genehmigungen und Führerschein
Jeder gewerbliche Drohnenpilot braucht mindestens den EU-Kompetenznachweis (A1/A3) und für die meisten Kitzrettungseinsätze das A2-Fernpilotenzeugnis. Frag nach diesen Nachweisen. Zusätzlich muss eine Drohnenhaftpflichtversicherung bestehen – das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Für Einsätze in Flugbeschränkungsgebieten sind Einzelgenehmigungen nötig, die ein erfahrener Anbieter vorab einholt.
Kamera und Technik
Die Qualität der Wärmebildkamera entscheidet über die Trefferquote. Hochwertige Sensoren mit einer Auflösung ab 640 × 512 Pixeln erkennen Kitze zuverlässig auch in dichtem Bewuchs. Günstige Kameras mit niedriger Auflösung produzieren mehr Fehlalarme und übersehen kleine oder kühle Kitze. Frag nach dem Kameramodell und der typischen Erkennungsrate.
Erfahrung mit Wildtierrettung
Drohnenfliegen allein reicht nicht. Der Pilot muss Kitze auf dem Wärmebild sicher von Feldhasen, Steinen oder Feuchtstellen unterscheiden können. Erfahrene Kitzretter wissen, wie Kitze im Wärmebild aussehen, kennen typische Fehlerquellen und koordinieren das Bodenteam effizient. Frag nach der Anzahl der bisherigen Einsätze und geretteten Kitze.
Flächenleistung und Einsatzradius
Eine gut ausgerüstete Drohne schafft je nach Flächenstruktur und Bewuchshöhe 5 bis 15 Hektar pro Stunde. Kläre im Vorfeld, ob der Anbieter deine Flächengröße in dem verfügbaren Zeitfenster am Morgen bewältigen kann. Auch der Einsatzradius ist relevant – bei langer Anfahrt geht wertvolle Zeit verloren.
Drohnenservice nach Bundesland
Die Verfügbarkeit von Drohnenservices für die Kitzrettung wächst in ganz Deutschland, die Organisation ist aber regional sehr unterschiedlich.
Intensiver Grünlandanteil im Schwarzwald und auf der Alb, frühe Mähtermine bereits Anfang Mai.
Größte Grünlandfläche Deutschlands, viele ehrenamtliche Kitzrettungsteams über die Jägerschaften organisiert.
Vereinzelte Einsätze am Stadtrand, Abstimmung mit Naturschutzbehörden erforderlich.
Großflächige Ackerlandschaft, Kitzrettung vor allem in Grünlandstreifen und Stilllegungsflächen.
Kleines Einsatzgebiet, aber Grünland im Umland mit regelmäßigem Bedarf.
Einsätze in den Vier- und Marschlanden sowie am östlichen Stadtrand.
Abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft mit vielen kleinstrukturierten Grünlandflächen.
Weitläufiges Grünland, große Flächen pro Einsatz erfordern leistungsstarke Technik.
Intensive Grünlandnutzung, hohe Mahdhäufigkeit und entsprechend großer Kitzrettungsbedarf.
Dichte Besiedlung und hoher Grünlandanteil im Bergischen Land und Sauerland.
Mähwiesen in Eifel, Hunsrück und Westerwald mit teils steilen Hanglagen.
Kompaktes Einsatzgebiet mit kurzen Anfahrtswegen.
Grünlandanteil im Vogtland und Erzgebirge, oft spätere Mähtermine in Höhenlagen.
Mischung aus Ackerbau und Grünland, Schwerpunkt in der Altmark und im Harzvorland.
Hoher Grünlandanteil an der Westküste und in der Marsch, frühe erste Mahd.
Grünlandwirtschaft im Thüringer Wald und Schiefergebirge mit abwechslungsreichem Gelände.